FIFA Konföderationen- Pokal

D Der FIFA-Konföderationen-Pokal ist ein interkontinentales Turnier für Fußballnationalmannschaften, welche auch Confed-Cup genannt wird. Seit dem Jahr 1997 wird dieser vom Fußball-Weltverband der FIFA ausgetragen, jedoch früher 1992 und 1995 hieß er König-Fahd-Pokal. Bis 2005 wurde der Cup alle zwei Jahre ausgetragen, dies änderte sich aber und es findet seitdem nur mehr alle vier Jahre statt. Teilnehmen tun jene Mannschafen, die als aktuelle Meister der sechs Kontinentalverbände hervorgehen. Auch dazugezählt werden der amtierende Weltmeister und der jeweilige Gastgeber. Das Turnier dient vor allem dem Gastgeber als Generalprobe für das Organisieren der Fußball-Weltmeisterschaft. Bis jetzt wurde der FIFA-Konföderationen-Cup immer ein Jahr vor der Weltmeisterschaft ausgetragen. Rekordteilnehmer des Pokals ist Brasilien mit unschlagbaren sieben Teilnahmen und ist mit vier Titeln auch Rekordsieger des Turniers. Brasilien ist auch mit dem Gewinn des Titels dreimal in Folge die erste Mannschaft, welcher dies gelang. Diese Mannschaft hat auch seitdem der FIFA-Konföderationen-Pokal ausgetragen wird, immer teilgenommen. Bei den ersten beiden Austragungen als dieser Cup noch König-Fahd-Pokal hieß nicht qualifiziert bzw. wurde als amtierender Weltmeister nicht eingeladen.

Russland - hier findet der Confed Cup 2017 und die WM 2018 statt! (Bild:_ Shutterstock)

Russland – hier findet der Confed Cup 2017 und die WM 2018 statt! (Bild:_ Shutterstock)

Geschichte des Confed-Cups

Der Beginn des Confed-Cups liegt in den Jahren 1992 und 1995 in Riad, Saudi-Arabien. Die interkontinentale Meisterschaft wurde unter dem Namen König-Fahd-Pokal ausgetragen. Namensgeber für dieses Turnier war der saudi-arabische König Fahd ibn Abd al-Aziz, der diesen Wettbewerb ins Leben gerufen hat. Dabei waren jeweils die aktuellen Kontinentalmeister und der Gastgeber spielberechtigt. Diese Turniere waren also die Fortführung von Wettbewerben wie dem Afro-Asien-Pokal für Fußball-Nationalmannschaften und dem Artemio-Franchi-Pokal. 1992, als das erste Turnier stattfand, nahmen vier Mannschaften aus den vier Kontinenten – Afrika, Asien, Nord- und Mittelamerika und Karibik sowie Südamerika teil. 1995 erhöhte sich die Teilnehmeranzahl für den König-Fahd-Pokal schon auf sechs Mannschaften aus den fünf Kontinenten – Afrika, Asien, Nord- und Mittelamerika, Europa und Südamerika. Dabei war Asien sowohl Kontinentalmeister als auch Gastgeber. Der erste Sieger des Pokals war 1992 der Südamerikameister Argentinien. 1995 folge mit Dänemark der zweite Sieger des Cups. Ab dem Jahr 1997 veränderte sich der Name des Pokals zum FIFA-Konföderationen-Pokal, weil dieser ab da dann vom Fußballverband FIFA ausgetragen wurde.

Regeln – Wer ist dabei?

Der Confed-Cup wird alle vier Jahre in dem Land ausgetragen, wo im darauffolgenden Jahr die FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft stattfindet. Dabei nimmt das Gastgeberland, der amtierende Weltmeister und die Sieger der sechs kontinentalen Meisterschaften.
Kontinentalmeisterschaft Kontinentalverband
Fußball-Europameisterschaft Union of European Football Associations (UEFA)
Fußball-Afrikameisterschaft Confédération Africaine de Football (CAF)
Fußball-Asienmeisterschaft Asian Football Confederation (AFC)
Copa América (Südamerika) Confederación sudamericana de Fútbol (CONMEBOL)
CONCACAF Gold Cup (Nord-, Mittelamerika und Karibik) Confederation of North and Central American and Caribbean Association Football (CONCACAF)
Fußball-Ozeanienmeisterschaft Oceania Football Confederation (OFC)

Was passiert, wenn der Gastgeber auch der amtierende Weltmeister ist?
Wenn das Problem auftaucht das Gastgeber und amtierender Weltmeister übereinstimmen, dann nimmt dieser immer als Gastgeber teil. Dafür darf dann der Vizeweltmeister per Wildcard den Weltmeister vertreten. Würde der Vizeweltmeister aber auf den Antritt beim Confed-Cup verzichten, dann geht der WM-Dritte an den Start. Sollte dann auch der WM-Dritte darauf verzichten, dann geht dieses auf den WM- Vierten über. Wenn auch dieser verzichtet, vergibt die FIFA die Wildcard über die FIFA-Weltrangliste. Das wiederum heißt, dass die höchstplatzierte Mannschaft der aktuellen Weltrangliste sich für den Konföderationen-Pokal qualifiziert. Sollte auch diese Mannschaft auf den Startplatz verzichten, dann rückt immer der jeweils nächstplatzierte für die qualifizierte Mannschaft nach.
Was passiert, wenn der Sieger in dem Wettbewerb seines Kontinents bereits als Gastgeber, als Weltmeister, per Wildcard qualifiziert wurde, freiwillig verzichtet auf die Teilnahme, von der FIFA suspendiert wurde oder kein FIFA Mitglied ist?
Sollte einer dieser Fälle auftreten wird das Problem so gelöst, dass der jeweilige Vizemeister des jeweiligen Wettbewerbs nachrückt. Passiert das selbe mit dem Vizemeister und es gibt keinen Platz Drei beim Kontinentalwettbewerb, dann vergibt die FIFA eine Wildcard an den Vizeweltmeister. Wird jedoch ein Dritter Platz beim Kontinentalwettbewerb ausgespielt, dann rückt dieser nach. Wenn auch dieser seinen Startplatz nicht annimmt, dann rückt der Vierte vom Kontinentalwettbewerb nach. Erst dann, wenn der Vierte das Startrecht nicht wahrnimmt, dann vergibt die FIFA eine Wildcard an den Vizeweltmeister.
Ein Beispiel hierfür wäre der Südamerika-Vertreter Argentinien, der 2005 als Zweiter der Copa America teilnahm, da Brasilien als Weltmeister schon qualifiziert war. Gleiches war auch 2013 als Spanien als Weltmeister fix qualifiziert war und Italien als Vizeeuropameister nachrückte. Oft kam es auch schon vor, dass qualifizierte Mannschaften auf eine Teilnahme am Pokal verzichteten. So verzichtete der Vizeeuropameister Italien 2003 auf eine Teilnahme.

Der Spielmodus

Seit 1997, als die FIFA den Konföderationen-Pokal übernahm, wird der Cup in einem einheitlichen Spielmodus ausgetragen. Insgesamt acht Mannschaften nehmen am Turnier teil. Dabei werden diese in zwei Gruppen mit jeweils vier Nationalmannschaften im Ligasystem aufeinandertreffen. Jede Mannschaft in einer Gruppe spielt gegen jede andere der Gruppe. Dabei zählt bei einem Sieg drei Punkte, bei Unentschieden einen Punkt und bei einer Niederlage bringt dies der Mannschaft keinen Punkt ein. Sollte eine Punktgleichheit zweier Mannschaften vorliegen, entscheidet in der Regel über das Weiterkommen zuerst die Tordifferenz und die erzielten Tore aus den Gruppenspielen, dann die direkte Begegnung der beiden Mannschaften und letztendlich die Fairplay- Liste oder das Los. Der Erste und der Zweiter der jeweiligen Gruppe zieht ins Halbfinale ein. Aufgrund der geringen Teilnahmeanzahl gibt es kein Achtel- du Viertelfinale. In den folgenden Partien, also Halbfinale, Spiel um Platz drei und im Finale wird im K.-o.-System gespielt. Kommt es zu einem Unentschieden nach 90 Minuten, dann geht das Spiel in die Verlängerung und dann eventuell ins Elfmeterschießen.

Der Spielplan des Confed Cups 2017

Der Spielplan des Confed Cups 2017

Confed-Cup 2017 in Russland

2017 findet der FIFA-Konföderationen-Pokal in Russland zum zehnten Mal statt. Die Ausspielung dieses interkontinentalen Fußball-Wettbewerbs für Nationalmannschaften findet dieses Mal als Generalprobe für die Weltmeisterschaft 2018 in Russland statt. Dieses Turnier wird im Zeitraum von 17. Juni bis 2. Juli 2017 stattfinden und folgende Mannschaften nehmen teil: Russland als Gastgeber, Deutschland als amtierender Weltmeister, Australien als Asienmeister, Chile als Copa America Sieger, Mexico als CONCACAF-Cup Siegers, Neuseeland als Fußball-Ozeanien-Meister und Portugal als Europameister. Russland wurde am 2. Dezember 2010 als Gastgeberland für die Weltmeisterschaft 2018 auserwählt. Dabei treffen die Mannschaften in vier Städten auf vier verschiedene Stadien aufeinander. In Sankt Petersburg, Moskau, Kasan und Sotschi haben die Teilnehmer die Chance den Confed-Cup zu gewinnen. Ausgelost wurde die folgende Veranstaltung noch nicht, aber diese findet am 26. November 2016 in Kasan statt. Der Spielplan wurde hingegen schon am 24. Juli 2015 bekanntgegeben. Die acht Mannschaften werden in zwei Gruppen eingeteilt und der Sieger und der Zweitplatzierte der jeweiligen Gruppe hat die Möglichkeit im Halbfinale durch einen Sieg ins Finale einzuziehen. Das Finale 2017 findet in Sankt Petersburg am 2. Juli 2017 statt.

Die vergangenen sieben Konföderationen-Cups

1997 fand der erste Confed-Cup unter der Leitung der FIFA statt und wurde im Zeitraum von 12. Dezember und 21. Dezember 1997 in Saudi-Arabien ausgetragen. Der zum dritten Mal im Folge in Saudi-Arabien stattfindende Konföderationen-Pokal wurde im Stadion von Riad ausgetragen. Zu den Teilnehmern zählte als Gastgeber Saudi-Arabien, als amtierender Weltmeister Brasilien, Tschechien als Vizeeuropameister, weil Deutschland auf eine Teilnahme verzichtete, Uruguay als Sieger der Copa America, Südafrika als Sieger des African Cup of Nations, die Vereinigten Arabischen Nationen als Zweiter des Asien-Cups, da der Gastgeber auch Asien-Cup Sieger war und Australien als Sieger des OFC-Nationen Pokals. Damals besiegte Brasilien Australien klar mit 6:0 im Finale und durfte sich so Confed-Cup Sieger 1997 nennen.
1999 fand der FIFA-Konföderationen-Pokal in Mexiko vom 25. Juli bis 4. August statt. Damals wurden die 16. Spiele in den beiden Stadien in Mexiko-Stadt und Guadalajara ausgetragen. Die acht teilnehmenden Nationalmannschaften, welche Mexiko als Gastgeber, Deutschland als Sieger der Europameisterschaft, Ägypten als Sieger des African Cup of Nations, Saudi-Arabien als Sieger des Asien Cups, Brasilien als Vizeweltmeister, da Frankreich auf eine Teilnahme verzichtete, Bolivien als Zweiter der Copa America, da Brasilien schon qualifiziert war, USA als Vizemeister des CONCACAF, weil Mexiko als Gastgeber schon qualifiziert war und Neuseeland als Sieger des OFC-Nationen Pokals. Im Finale des Wettbewerbs setzte sich Mexiko mit einem knappen 4:3 über Brasilien durch.
Der 2001 stattgefundene Confed-Cup wurde im Zeitraum von 30. Mai bis 10. Juni in Südkorea und Japan ausgetragen. Dabei galt dieser Wettbewerb als eine Generalprobe für die ein Jahr später ausgetragene Weltmeisterschaft. Die Teilnehmer dieses Cups hießen Japan und Südkorea als Gastgeber, Frankreich als Europameister und Weltmeister, Mexiko als Sieger des Konföderationen-Cups, Kanada als Sieger des CONCACAF, Australien als Sieger des OFC-Nationen Pokals, Kamerun als Sieger des African Cup of Nations und Brasilien als Sieger der Copa America. Im Finale von 2001 gewann Frankreich 1:0 gegen den Gastgeber von Japan und war somit der fünfte Sieger dieses Wettbewerbes.
2003 fand dieser zum sechsten Mal stattfindende Cup im Zeitraum von 18. Bis 29. Juni in Frankreich statt. Gespielt wurde in den beiden Austragungsorten in Saint-Denis und Lyon. Folgende Mannschaften waren für dieses Turnier qualifiziert: Frankreich als Gastgeber, Brasilien als Weltmeister, USA als Sieger des CONCACAF, Kolumbien als Sieger der Copa America, Kamerun als Sieger des African Cup of Nations, Neuseeland als Sieger des OFC-Nationen-Pokals, Japan als Sieger des Asian Cups und die Türkei als Dritter der Fußball Weltmeisterschaft. Gewinnen konnte der Gastgeber Frankreich mit dem 1:0 in der Verlängerung von Henry über Kamerun.
Der im Jahre 2005 stattfindende Confed-Cup wurde in Deutschland als Generalprobe für die Weltmeisterschaft 2006 im Zeitraum von 15. Bis 29. Juni ausgetragen. Damals wurde dieser Wettbewerb sogar in fünf Stadien ausgetragen: Hannover, Leipzig, Köln, Nürnberg und Frankfurt am Main. Dabei waren folgende Mannschaften: Deutschland als Gastgeber, Brasilien als Weltmeister, Griechenland als Europameister, Tunesien als Sieger des African Cup of Nations, Japan als Asienmeister, Argentinien als Zweiter der Copa America, da Brasilien schon qualifiziert war, Mexiko als CONCACAF Sieger und Australien als OFC-Nationen-Pokal Sieger. Damals konnte Brasilien zum zweiten Mal den Titel für sich gewinnen. Sie gewannen mit 4:1 über ihren Nachbar Argentinien.
Zum ersten Mal wurde der Konföderationen-Cup nur mehr alle vier Jahre ausgetragen. Dieses Mal fand er 2009 in Südafrika vom 14. Bis 28. Juni statt. Der Gastgeber Südafrika, Italien als Weltmeister, Spanien als Europameister, Brasilien als Sieger der Copa America, USA als Sieger des CONCACAF, Irak als Asienmeister, Ägypten als Afrikameister und Neuseeland als Ozeanien-Meister kämpften um den Sieg in diesem Wettbewerb. Jedoch siegte Brasilien zum dritten Mal und konnte sich gegen die USA mit 3:2 durchsetzen.
2013 fand die siebte Ausspielung dieses interkontinentalen Wettbewerbs in Brasilien statt. Zu Hause konnte sich Brasilien den dritten Sieg in Folge schnappen und den vierten Sieg und somit Rekordhalter dieses Wettbewerbs. Die folgenden Mannschaften kämpften um den Sieg: Brasilien als Gastgeber, Spanien als Weltmeister, Japan als Asienmeister, Mexiko als Sieger im CONCACAF, Uruguay als Copa America Sieger, Tahiti als Ozeanien-Meister, Italien als Finalist der Europameisterschaft, da Spanien als Weltmeister schon qualifiziert war und Nigeria als Afrikameister. Mit einem 3:0 Sieg über Spanien durfte sich Brasilien klar Sieger von 2013 nennen.